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Anleitung

Websites mit ISPConfig

Website anlegen, PHP-Version wählen, SSL aktivieren, Dateien hochladen, Datenbanken und WordPress einrichten – Schritt für Schritt.

Website anlegen

Jede Domain, unter der Inhalte erreichbar sein sollen, braucht in ISPConfig eine Website. Sie erhält einen eigenen Speicherbereich, eigene PHP-Einstellungen und auf Wunsch ein SSL-Zertifikat. Wie viele Websites und Aliasdomains Sie anlegen können, hängt von Ihrem Paket ab. Wie Sie sich in ISPConfig anmelden, lesen Sie unter Erste Schritte.

  1. Öffnen Sie in ISPConfig Sites › Website (deutsch „Webseiten › Webseite“) und klicken Sie auf Add new website (Neue Webseite hinzufügen).
  2. Verwalten Sie Websites für eigene Kunden, wählen Sie bei Client (Kunde) den Kunden aus, dem die Website gehören soll.
  3. Tragen Sie im Reiter Domain im Feld Domain Ihre Domain ohne „www“ ein, z. B. IHRE-DOMAIN.de.
  4. Lassen Sie bei Auto-Subdomain die Einstellung www. stehen – dann ist die Website auch unter www.IHRE-DOMAIN.de erreichbar.
  5. Wählen Sie bei PHP den Modus PHP-FPM und bei PHP Version eine aktuelle Version, die Ihre Software unterstützt (siehe PHP-Version wählen).
  6. Lassen Sie SSL und Let’s Encrypt SSL vorerst aus, wenn Ihre Domain noch nicht auf den Server zeigt (siehe SSL mit Let’s Encrypt).
  7. Achten Sie darauf, dass Active (Aktiv) angehakt ist, und klicken Sie auf Save (Speichern).

Die übrigen Felder und Reiter können Sie für die Grundeinrichtung in der Regel auf den Vorgaben lassen.

Tipp: ISPConfig richtet die Website im Hintergrund ein, das dauert einige Minuten. Zeigt Ihre Domain bereits auf den Server, erscheint danach eine Platzhalterseite. Sie liegt als index.html im Ordner web und wird später durch Ihre eigenen Inhalte ersetzt.

Subdomains und Aliasdomains

Eine Website kann neben der Hauptdomain weitere Adressen haben:

  • Aliasdomain: eine weitere Domain mit demselben Inhalt, z. B. IHRE-DOMAIN.com zusätzlich zu IHRE-DOMAIN.de.
  • Subdomain: eine Adresse unterhalb Ihrer Domain, z. B. shop.IHRE-DOMAIN.de.

Aliasdomain anlegen

  1. Öffnen Sie Sites › Aliasdomain (deutsch „Aliasdomains“) und klicken Sie auf Add new aliasdomain.
  2. Tragen Sie bei Domain die zusätzliche Domain ein und wählen Sie bei Parent Website (Hauptwebseite) die Website, deren Inhalt angezeigt werden soll.
  3. Soll die Aliasdomain einfach denselben Inhalt zeigen, lassen Sie die Weiterleitungsfelder auf der Vorgabe. Sollen Besucher dauerhaft auf die Hauptdomain umgeleitet werden (besser für Suchmaschinen), wählen Sie bei Redirect Type R=301,L und tragen bei Redirect Path https://IHRE-DOMAIN.de/ ein.
  4. Speichern Sie.

Auch die Aliasdomain muss per DNS auf Ihren Server zeigen. Ist für die Website Let’s Encrypt aktiv, nimmt ISPConfig die Aliasdomain dann in das Zertifikat der Website auf.

Subdomain anlegen

  • Mit eigenen Inhalten: Soll die Subdomain eine eigenständige Website sein, z. B. ein Shop oder ein Blog, legen Sie sie wie oben unter Sites › Website als eigene Website an. Tragen Sie bei Domain z. B. shop.IHRE-DOMAIN.de ein und wählen Sie bei Auto-Subdomain keine zusätzliche Subdomain (None). Die Subdomain bekommt so einen eigenen Ordner, eine eigene PHP-Version und ein eigenes Zertifikat.
  • Als Teil einer Website: Unter Sites › Subdomain › Add new subdomain legen Sie eine Subdomain für eine bestehende Website an: Tragen Sie bei Host den Namen ein (z. B. shop), wählen Sie die Domain und leiten Sie bei Bedarf über Redirect Path in ein Unterverzeichnis weiter (z. B. /shop/).

Für jede Subdomain braucht es außerdem einen DNS-Eintrag (A-Record oder CNAME), der auf Ihren Server zeigt.

PHP-Version wählen und ändern

Auf unseren Servern stehen alle gängigen PHP-Versionen zur Verfügung. Sie wählen die Version für jede Website einzeln – zwei Websites auf demselben Server können also unterschiedliche Versionen nutzen. Als Modus verwenden Sie PHP-FPM.

Welche Version ist die richtige?

Nehmen Sie die neueste PHP-Version, die Ihre Software offiziell unterstützt. Welche das ist, steht in den Systemanforderungen Ihres CMS und Ihrer Plugins bzw. Themes. Ältere PHP-Versionen erhalten keine Sicherheitsupdates mehr – welche Versionen noch gepflegt werden, sehen Sie auf php.net.

PHP-Version ändern

  1. Sichern Sie Dateien und Datenbank Ihrer Website und bringen Sie CMS, Plugins und Themes auf den neuesten Stand.
  2. Öffnen Sie Sites › Website und klicken Sie auf die Domain.
  3. Wählen Sie im Reiter Domain bei PHP Version die gewünschte Version. Der Modus bei PHP bleibt PHP-FPM.
  4. Speichern Sie und warten Sie einige Minuten.
  5. Testen Sie Ihre Website gründlich, auch den Administrationsbereich. Treten Fehler auf, stellen Sie die vorherige Version wieder ein und sehen Sie in die Datei error.log im Ordner log.

Aktive Version prüfen

Welche PHP-Version und welche Einstellungen aktiv sind, zeigt eine kleine Testdatei. Legen Sie im Ordner web eine Datei mit beliebigem Namen an, z. B. info-4711.php, mit diesem Inhalt, und rufen Sie sie im Browser auf:

<?php phpinfo();
Wichtig: Löschen Sie die Testdatei nach dem Prüfen wieder. Sie verrät Angreifern viele Details über Ihre Website und den Server.

SSL mit Let’s Encrypt

Für jede Website können Sie ein kostenloses SSL-Zertifikat von Let’s Encrypt aktivieren. ISPConfig beantragt das Zertifikat und verlängert es automatisch.

Voraussetzung: Die Domain muss bereits per DNS auf Ihren Server zeigen – ebenso die www-Adresse und alle Aliasdomains der Website. Nach einem Domainumzug, einer Neuregistrierung oder einer IP-Änderung warten Sie am besten 24 Stunden. So prüfen Sie das: Domain und Nameserver prüfen.
  1. Rufen Sie http://IHRE-DOMAIN.de auf. Es muss die Platzhalterseite oder Ihre Website erscheinen.
  2. Öffnen Sie Sites › Website und klicken Sie auf die Domain.
  3. Setzen Sie im Reiter Domain die Haken bei SSL und Let’s Encrypt SSL.
  4. Speichern Sie. Im Reiter SSL müssen Sie nichts eintragen – lassen Sie ihn unverändert.
  5. Warten Sie etwa zehn Minuten und ändern Sie in dieser Zeit nichts an der Website. Im Hintergrund prüft Let’s Encrypt, ob die Domain auf Ihren Server zeigt.
  6. Rufen Sie https://IHRE-DOMAIN.de auf. Der Browser zeigt nun eine verschlüsselte Verbindung an.

Alle Besucher auf HTTPS umleiten

Damit Ihre Website immer verschlüsselt aufgerufen wird, aktivieren Sie im Reiter Redirect (Umleitung) die Option Rewrite HTTP to HTTPS, sofern sie angezeigt wird. Alternativ legen Sie im Ordner web eine Datei .htaccess mit diesem Inhalt an:

RewriteEngine On
RewriteCond %{HTTPS} off
RewriteRule (.*) https://%{HTTP_HOST}%{REQUEST_URI} [R=301,L]

Bringt Ihre Software bereits eine eigene .htaccess mit (z. B. WordPress), fügen Sie die Zeilen ganz oben ein und lassen den übrigen Inhalt unverändert. Stellen Sie außerdem in den Einstellungen Ihres CMS die Adresse der Website auf https:// um.

Gemischte Inhalte vermeiden

Lädt eine HTTPS-Seite Bilder, Skripte oder Stylesheets noch über http://, warnt der Browser vor einer unsicheren Seite. Prüfen Sie den Seitenquelltext (Rechtsklick › „Seitenquelltext anzeigen“) auf http://-Adressen und stellen Sie diese auf https:// oder relative Pfade um.

Wenn das Zertifikat nicht ausgestellt wird

Schlägt die Ausstellung fehl, entfernt ISPConfig den Haken bei Let’s Encrypt SSL wieder. Die häufigste Ursache: Die Domain, die www-Adresse oder eine Aliasdomain zeigt noch nicht auf Ihren Server. Auch eine Weiterleitung der Website auf eine andere Adresse kann die Prüfung verhindern. Beheben Sie die Ursache und versuchen Sie es später erneut.

Hinweis: Let’s Encrypt begrenzt die Zahl der Versuche pro Stunde, Tag und Woche. Speichern Sie die Website deshalb nicht mehrfach hintereinander. Ist ein Limit erreicht, hilft nur Warten – die Sperre wird automatisch wieder aufgehoben.

Dateien hochladen

Ihre Website-Dateien übertragen Sie mit einem FTP-Programm, z. B. FileZilla oder WinSCP (Windows). Dafür legen Sie in ISPConfig einen FTP-Benutzer an.

FTP-Benutzer anlegen

  1. Öffnen Sie Sites › FTP-Accounts (deutsch „FTP-Benutzer“) und klicken Sie auf Add new FTP-User.
  2. Wählen Sie bei Website die gewünschte Website.
  3. Vergeben Sie einen Benutzernamen und ein sicheres Passwort. ISPConfig stellt dem Benutzernamen automatisch ein Präfix voran.
  4. Speichern Sie. Den vollständigen Benutzernamen sehen Sie in der Übersicht der FTP-Benutzer.

Verbindung im FTP-Programm

Legen Sie in Ihrem FTP-Programm eine neue Verbindung an (in FileZilla über Datei › Servermanager):

ServerIhre Domain – oder, solange die Domain noch nicht auf den Server zeigt, der Servername bzw. die IP-Adresse aus Ihren Zugangsdaten
ProtokollFTP, Verschlüsselung „Wenn verfügbar, explizites FTP über TLS verwenden“
Portleer lassen, sofern Ihre Zugangsdaten nichts anderes angeben
Benutzervollständiger FTP-Benutzername inklusive Präfix
Passwortdas Passwort des FTP-Benutzers

Fragt das Programm beim ersten Verbinden nach dem Zertifikat des Servers, prüfen Sie den angezeigten Servernamen und bestätigen Sie es.

SFTP über einen Shell-Benutzer

Ist SSH für Ihr Paket freigeschaltet, können Sie Dateien auch per SFTP übertragen. Legen Sie dazu unter Sites › Shell-User (deutsch „Shell-Benutzer“) einen Benutzer für die Website an – statt eines Passworts können Sie dort auch einen öffentlichen SSH-Schlüssel hinterlegen. Im FTP-Programm wählen Sie dann das Protokoll SFTP und melden sich mit diesem Benutzer an. Fehlt der Menüpunkt oder kommt keine Verbindung zustande, fragen Sie beim Support nach der Freischaltung und dem SSH-Port.

Ordnerstruktur Ihrer Website

Nach der Anmeldung sehen Sie das Hauptverzeichnis der Website mit mehreren Ordnern:

  • web – der öffentliche Ordner. Nur was hier liegt, ist im Browser erreichbar. Die Startseite heißt index.html oder index.php; löschen oder ersetzen Sie die Platzhalterseite index.html, bevor Sie Ihre eigene Website hochladen.
  • private – für Dateien, die nicht über den Browser erreichbar sein sollen.
  • log – die Protokolle des Webservers, darunter error.log für die Fehlersuche.
  • Weitere Ordner wie tmp oder ssl verwaltet das System – bitte nicht löschen oder umbenennen.
Tipp: Per FTP wird jede Datei einzeln übertragen und bestätigt. Ein CMS mit Tausenden kleinen Dateien hochzuladen, dauert deshalb eine Weile – die Gesamtgröße spielt dabei eine geringere Rolle als die Anzahl der Dateien.

Datenbank und Datenbankbenutzer anlegen

CMS wie WordPress speichern ihre Inhalte in einer MySQL-Datenbank. In ISPConfig legen Sie zuerst einen Datenbankbenutzer und danach die Datenbank an. Einem Datenbankbenutzer können Sie auch mehrere Datenbanken zuordnen.

1. Datenbankbenutzer anlegen

  1. Öffnen Sie Sites › Database Users (deutsch „Datenbank-Benutzer“) und klicken Sie auf Add new User.
  2. Vergeben Sie einen Benutzernamen und ein sicheres Passwort oder lassen Sie eines erzeugen. Notieren Sie das Passwort – Sie brauchen es gleich für Ihre Software.
  3. Speichern Sie. Den vollständigen Benutzernamen inklusive Präfix sehen Sie in der Übersicht.

2. Datenbank anlegen

  1. Öffnen Sie Sites › Databases (deutsch „Datenbanken“) und klicken Sie auf Add new Database.
  2. Wählen Sie die Website, zu der die Datenbank gehört.
  3. Geben Sie einen Datenbanknamen ein. Auch hier ergänzt ISPConfig automatisch ein Präfix.
  4. Wählen Sie bei Database user den eben angelegten Benutzer.
  5. Wählen Sie als Zeichensatz (Database charset) UTF-8 bzw. utf8mb4, sofern angeboten.
  6. Lassen Sie Remote Access (Zugriff von außen) deaktiviert und speichern Sie.

Für Ihre Software brauchen Sie danach vier Angaben: den Datenbanknamen und den Benutzernamen (beide inklusive Präfix), das Passwort und als Datenbank-Server (Host) localhost.

Zugriff von außen: Aus Sicherheitsgründen sollte die Datenbank nur vom Server selbst erreichbar sein – also von Ihrer Website und von phpMyAdmin. Brauchen Sie dennoch Zugriff von Ihrem Computer, z. B. mit MySQL Workbench, sprechen Sie uns an.

Datenbank mit phpMyAdmin verwalten

Mit phpMyAdmin bearbeiten Sie Ihre Datenbanken im Browser: Tabellen ansehen, Daten ändern, Sicherungen exportieren und importieren.

  1. Öffnen Sie Sites › Databases.
  2. Klicken Sie in der Zeile der Datenbank auf das phpMyAdmin-Symbol. Sollte es fehlen, nennt Ihnen der Support die Adresse.
  3. Melden Sie sich mit dem Datenbankbenutzer (inklusive Präfix) und dessen Passwort an – nicht mit Ihren ISPConfig-Zugangsdaten.

Datenbank exportieren

  1. Wählen Sie links die Datenbank aus.
  2. Klicken Sie oben auf Exportieren.
  3. Lassen Sie die Exportmethode „Schnell“ und das Format „SQL“ eingestellt und starten Sie den Export. Ihr Browser lädt die Sicherung als Datei herunter.

Datenbank importieren

  1. Wählen Sie links die Zieldatenbank aus. Sie sollte leer sein, damit keine vorhandenen Tabellen überschrieben werden.
  2. Klicken Sie oben auf Importieren, wählen Sie die SQL-Datei aus und starten Sie den Import.

Die maximale Dateigröße für den Import zeigt phpMyAdmin auf dieser Seite an. Größere Sicherungen können Sie vorher komprimieren (z. B. als .gz oder .zip) – oder Sie wenden sich an den Support.

WordPress manuell installieren

WordPress installieren Sie in wenigen Schritten selbst. Sie brauchen dafür eine Website mit PHP-FPM und aktueller PHP-Version, einen FTP- oder Shell-Benutzer sowie eine Datenbank mit Datenbankbenutzer. Aktivieren Sie SSL am besten vorher, damit WordPress gleich mit https:// eingerichtet wird.

  1. Laden Sie WordPress von de.wordpress.org herunter und entpacken Sie das ZIP-Archiv auf Ihrem Computer.
  2. Legen Sie in ISPConfig einen Datenbankbenutzer und eine Datenbank an (siehe Datenbank anlegen) und notieren Sie Datenbankname, Benutzername und Passwort.
  3. Verbinden Sie sich per FTP oder SFTP und löschen oder umbenennen Sie im Ordner web die Platzhalterseite index.html.
  4. Laden Sie den Inhalt des entpackten Ordners wordpress – nicht den Ordner selbst – in den Ordner web hoch. Danach liegen dort u. a. die Ordner wp-admin, wp-content und wp-includes sowie die Datei index.php.
  5. Rufen Sie https://IHRE-DOMAIN.de im Browser auf. Der WordPress-Installer startet.
  6. Tragen Sie die Datenbankdaten ein: Datenbankname, Benutzername, Passwort, als Datenbank-Host localhost und ein Tabellenpräfix (die Vorgabe wp_ dürfen Sie durch ein eigenes ersetzen). WordPress legt damit die Datei wp-config.php an.
  7. Vergeben Sie den Titel der Website, einen Benutzernamen (nicht „admin“), ein sicheres Passwort und Ihre E-Mail-Adresse und schließen Sie die Installation ab.
  8. Melden Sie sich an und prüfen Sie unter Einstellungen › Allgemein, dass WordPress-Adresse (URL) und Website-Adresse (URL) mit https:// beginnen.

wp-config.php von Hand anlegen

Kann der Installer die Datei nicht schreiben, zeigt er ihren Inhalt zum Kopieren an. Alternativ kopieren Sie wp-config-sample.php nach wp-config.php und tragen Ihre Daten ein (Beispielwerte – verwenden Sie die vollständigen Namen aus der ISPConfig-Übersicht):

define( 'DB_NAME', 'c1wordpress' );
define( 'DB_USER', 'c1wpuser' );
define( 'DB_PASSWORD', 'IHR-DATENBANK-PASSWORT' );
define( 'DB_HOST', 'localhost' );

Ersetzen Sie in derselben Datei auch die Platzhalter der Sicherheitsschlüssel (AUTH_KEY usw.) durch eigene Werte, die Sie unter api.wordpress.org/secret-key/1.1/salt/ erzeugen lassen. Laden Sie die Datei in den Ordner web hoch und rufen Sie Ihre Domain erneut auf, um die Installation abzuschließen.

Tipp: Aktivieren Sie in WordPress automatische Updates für Plugins und Themes und löschen Sie Plugins und Themes, die Sie nicht nutzen. Wie Sie WordPress-Aufgaben zuverlässig per Cronjob ausführen lassen, lesen Sie unter Cronjobs.

Eigene PHP-Einstellungen (php.ini)

Manche Software braucht andere PHP-Grenzwerte als die Vorgaben, z. B. für größere Uploads. Mit PHP-FPM hat jede Website eigene PHP-Einstellungen, die Sie in ISPConfig anpassen können.

  1. Öffnen Sie Sites › Website und klicken Sie auf die Domain.
  2. Wechseln Sie in den Reiter Options (Optionen).
  3. Tragen Sie im Feld Custom php.ini settings (eigene php.ini-Einstellungen) je Zeile eine Einstellung ein, zum Beispiel:
    upload_max_filesize = 64M
    post_max_size = 64M
    memory_limit = 256M
    max_execution_time = 120
  4. Speichern Sie, warten Sie einige Minuten und prüfen Sie die Werte mit einer Testdatei (siehe Aktive Version prüfen).
  • upload_max_filesize – maximale Größe einer einzelnen hochgeladenen Datei.
  • post_max_size – maximale Größe aller Formulardaten einer Anfrage; muss mindestens so groß sein wie upload_max_filesize.
  • memory_limit – Arbeitsspeicher, den ein PHP-Skript belegen darf. Erhöhen Sie den Wert nur, wenn Ihre Software es verlangt: Jedes Skript darf dann mehr Speicher belegen, und der Arbeitsspeicher Ihres Servers reicht für weniger gleichzeitige Besucher.
  • max_execution_time – maximale Laufzeit eines Skripts in Sekunden.
Kein Reiter „Options“? Je nach Zugang wird der Reiter nicht angezeigt. Schreiben Sie uns dann ein Ticket im Kundencenter mit der Website und den gewünschten Werten.
Hinweis: Zeilen wie php_value oder php_flag in einer .htaccess wirken bei PHP-FPM nicht und können einen Fehler 500 auslösen. Nutzen Sie stattdessen das Feld in ISPConfig.

Cronjobs

Ein Cronjob führt eine Aufgabe zeitgesteuert aus, z. B. den Versand eines Newsletters, Aufräumarbeiten oder geplante Aufgaben von WordPress. Sofern Cronjobs für Ihr Paket freigeschaltet sind, legen Sie sie in ISPConfig an.

  1. Öffnen Sie Sites › Cron Jobs (deutsch „Cronjobs“) und klicken Sie auf Add new cron job.
  2. Wählen Sie bei Parent website die Website.
  3. Legen Sie den Zeitplan fest: Minutes, Hours, Days of month, Months und Days of week. * steht für „jede“, */15 bei den Minuten für „alle 15 Minuten“.
  4. Tragen Sie bei Command to run ein, was ausgeführt werden soll – z. B. eine Adresse (URL), die aufgerufen wird. Ob auch Befehle auf dem Server möglich sind, hängt von Ihrem Paket ab.
  5. Achten Sie darauf, dass Active angehakt ist, und speichern Sie.

Beispiel: WordPress-Cron alle 15 Minuten

Minutes*/15
Hours, Days of month, Months, Days of week*
Command to runhttps://IHRE-DOMAIN.de/wp-cron.php?doing_wp_cron

Schalten Sie anschließend in der wp-config.php den internen WordPress-Cron ab, der sonst bei Seitenaufrufen ausgelöst wird:

define( 'DISABLE_WP_CRON', true );

Website-Backups

fair4Host sichert die Server regelmäßig mit Backups und Snapshots. Zusätzlich können Sie für jede Website in ISPConfig eigene Backups einrichten.

Backup einrichten

  1. Öffnen Sie Sites › Website und klicken Sie auf die Domain.
  2. Wechseln Sie in den Reiter Backup.
  3. Wählen Sie bei Backup interval (Intervall), wie oft gesichert wird, z. B. täglich oder wöchentlich.
  4. Legen Sie bei Number of backup copies (Anzahl der Kopien) fest, wie viele Sicherungen aufbewahrt werden. Ist die Anzahl erreicht, ersetzt eine neue Sicherung die älteste.
  5. Speichern Sie.

Gesichert werden die Dateien der Website und in der Regel auch die Datenbanken, die der Website zugeordnet sind.

Backup wiederherstellen oder herunterladen

Im Reiter Backup sehen Sie die vorhandenen Sicherungen mit Datum. Sofern die Funktion für Ihren Zugang freigeschaltet ist, stellen Sie dort eine Sicherung über Restore (Wiederherstellen) wieder her oder laden sie über Download herunter.

Achtung: Eine Wiederherstellung überschreibt den aktuellen Stand. Sichern Sie den aktuellen Stand vorher, wenn Sie ihn noch brauchen könnten.

Wiederherstellung durch fair4Host

Ist die Funktion nicht freigeschaltet oder brauchen Sie einen Stand aus unseren Serversicherungen, beauftragen Sie die Wiederherstellung per Ticket im Kundencenter. Nennen Sie die Website, den gewünschten Stand (Datum) und ob Dateien, Datenbanken oder beides wiederhergestellt werden sollen.

Bewahren Sie wichtige Sicherungen zusätzlich bei sich auf – z. B. als Datenbank-Export aus phpMyAdmin und als Kopie Ihrer Dateien per FTP.

Sicherheitstipps

Ihre Website ist rund um die Uhr im Internet erreichbar und damit auch Angriffen ausgesetzt. Sicherheitsrelevante Updates für den Server spielen wir ein – für die Software Ihrer Website sind Sie selbst verantwortlich.

  • Updates einspielen: Halten Sie CMS, Plugins und Themes aktuell und löschen Sie, was Sie nicht nutzen. Installieren Sie Erweiterungen nur aus vertrauenswürdigen Quellen.
  • Unterstützte PHP-Version nutzen: Alte PHP-Versionen erhalten keine Sicherheitsupdates mehr. Wählen Sie eine Version, die noch gepflegt wird, und wechseln Sie rechtzeitig (siehe PHP-Version wählen).
  • Starke, getrennte Passwörter: Verwenden Sie für ISPConfig, FTP, Datenbank, CMS-Administration und Postfächer jeweils ein eigenes, langes Passwort und keine bekannten Benutzernamen wie „admin“.
  • Verschlüsselt arbeiten: HTTPS für die Website, SFTP oder FTP über TLS für die Dateiübertragung.
  • Admin-Bereiche zusätzlich schützen: Unter Sites › Protected Folders (deutsch „Geschützte Ordner“) und Sites › Protected Folder Users legen Sie für einzelne Verzeichnisse einen zusätzlichen Passwortschutz an.
  • Keine Fehlermeldungen im Browser: Lassen Sie display_errors im Livebetrieb ausgeschaltet. Fehlermeldungen verraten Angreifern Details über Ihre Website – Sie finden sie stattdessen in der error.log.
  • Formulare absichern: Schützen Sie Kontaktformulare, Gästebücher und Foren mit einem Captcha. Lassen Sie Ihre Website E-Mails per SMTP über ein eigenes Postfach versenden statt mit der PHP-Funktion mail() – so sehen Sie, was Ihre Website verschickt.
  • Aufräumen: Testdateien, alte Installationen und Sicherungskopien gehören nicht in den Ordner web.
  • Backups einrichten: Mit regelmäßigen Sicherungen (siehe Backups) ist auch nach einem Angriff ein sauberer Stand schnell wiederhergestellt.

Häufige Fragen

Statt meiner Website erscheint die Platzhalterseite.

Im Ordner web liegt noch die Datei index.html, die der Webserver bevorzugt anzeigt. Löschen oder benennen Sie sie um und laden Sie die Seite im Browser neu – bei Bedarf nach dem Leeren des Browser-Caches.

Meine Website zeigt „500 Internal Server Error“.

Sehen Sie zuerst in die Datei error.log im Ordner log – dort steht die genaue Ursache. Häufige Gründe sind Fehler in einer .htaccess, php_value-Zeilen in der .htaccess (bei PHP-FPM nicht erlaubt) oder eine PHP-Version, die nicht zu Ihrer Software passt.

Kann ich meine Website testen, bevor die Domain auf den Server zeigt?

Ja, über die hosts-Datei Ihres Computers. Damit ruft nur Ihr Computer die Domain auf Ihrem Server auf, alle anderen sehen weiterhin die bisherige Website. Tragen Sie eine Zeile wie diese ein und ersetzen Sie 192.0.2.10 durch die IP-Adresse Ihres Servers:

192.0.2.10   IHRE-DOMAIN.de www.IHRE-DOMAIN.de

Die Datei liegt unter Windows in C:\Windows\System32\drivers\etc\hosts (mit Administratorrechten bearbeiten), unter macOS und Linux in /etc/hosts. Entfernen Sie den Eintrag nach dem Test wieder. Ein Let’s-Encrypt-Zertifikat lässt sich erst ausstellen, wenn die Domain auch im DNS auf Ihren Server zeigt.

Wie viele Websites kann ich anlegen?

Das hängt von Ihrem Paket ab. Die Anzahl der Web- und Aliasdomains finden Sie in der Paketübersicht, z. B. bei den Managed vServern. Datenbanken, FTP-Zugänge und E-Mail-Konten sind bei den vServer-Paketen unbegrenzt.